Wie kann man nach den Leitzins-Senkungen noch Geld anlegen?

Die Zinsen sind auf einen historischen Tiefstand gefallen. Damit wird die Geldanlage aber immer schwieriger. Heute schreibe ich darüber, welche Gedanken ich mir zur aktuellen Situation gemacht habe und welche Erkenntnisse daraus resultieren.

Auf einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto verliert man Geld

Wie ich in meinem letzten Beitrag berichtet habe, hat die EZB den Leitzins auf nur noch 0,05 Prozent gesenkt, was auch Auswirkungen auf die Tagesgeldzinsen haben wird. Fakt ist, daß es derzeit nur noch etwa 1,2 Prozent Zinsen pro Jahr gibt, wenn man sein Geld zu den Banken karrt. Auf den Ertrag muss man noch die Kapitalertragssteuer abführen, wenn man über die Freibeträge kommt.

Ok, ein Vorteil dieser niedrigen Zinsen ist ja, daß einem dass nur noch passieren kann, wenn man große Beträge anlegt! Aber alles in allem erhält man nicht einmal 1 Prozent Zinsen pro Jahr und bei einer Inflationsrate von 1,5 Prozent verliert man so jedes Jahr an Kaufkraft. Das Geld wird also automatisch immer weniger Wert, weil ich immer weniger damit kaufen kann. Was also tun?

Ich habe deshalb mal geschaut, welche Geldanlagen in den letzten Jahren besonders gut waren. Und das sind im allgemeinen die Investmentfonds. Ist ja auch kein Wunder, denn auch die Anlageprofis suchen nach Rendite. Und die kann man nur noch mit Aktien und Fonds erhalten. Deshalb habe ich mal einen Fondsvergleich angefordert und mich dann beraten lassen. Und ich habe jetzt zwei gute Investmentfonds im Visier, in welche ich mein Geld anlegen möchte. Aber ich habe leider noch ein paar Bedenken. Denn es ist besonders wichtig, Fonds und Aktien nicht zu Höchstkursen zu kaufen.

Investmentfonds besser bei Börsenabschwüngen kaufen

Ich wollte mit dem Kauf der Investmentfonds noch warten, bis mal eine größere Korrektur an den Börsen eingesetzt hat. Dazu lese ich immer mal wieder die Prognosen von godmode-trader.de. Meistens kommt so ein Abschwung ja im Herbst, also September bis November. Leider stehen die Aktienindices derzeit überall auf Höchststand oder zumindest in der Nähe des Allzeithochs. Da nutzt auch der beste Fondsvergleich und die Auswahl der passendsten Investmentfonds nichts, wenn man zu Höchstkursen kauft und dann dei Kurse zurückgehen.

Denn wenn man Fonds kauft, dann muss man zwischen 3 und 6 Prozent als Ausgabeaufschlag zahlen. Das Geld ist erst mal weg und muss vom Fonds erwirtschaftet werden. Wenn man dann noch einen 15 Prozent Abschwung mitnimmt, dann dauert es durchschnittlich 3 Jahre, bis man sein Geld wieder hat. Soll heißen, bis man bei einem Verkauf der Fondsanteile das gleiche Geld erhält, daß man angelegt hat. Aber wenn die Kurse dann sogar 15 Prozent über dem Kaufkurs stehen, dann hat man etwa  5 Prozent durchschnittliche Rendite erzielt. Und deshalb lohnt sich langfristig die Anlage in Investmentfonds, so lange es nur so niedrige Zinsen gibt. Eine gute Übersicht über die Geldanlage Möglichkeiten und die dabei zu erwartenden Renditen kann man übrigens bei geld-anlegen.eu erhalten.

Also heißt die Devise erst mal abwarten und auf die Korrektur warten. Diese sollte mindestens 15 Prozent betragen, bevor man Aktien oder Aktienfonds wieder kaufen kann.